Rößel

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Rößel - Reszel

Die Stadt Rößel wurde wohl 1337 in der Nachfolge der etwa einhundert Jahre älteren Burg gegründet (1241). Deren Vorläufer war zunächst eine hölzerne Wehranlage der Ritter des Deutschen Ordens errichtet, die den wichtigen Handelsweg vom Frischen Haff über Heilsberg nach Polen schützen sollte. Nach zweimaliger Zerstörung wurde sie durch eine feste Burg in Backsteingotik ersetzt. Der Name soll einem in der Nähe liegenden Ort namens Resil entlehnt sein.

Das Stadt hat sich hoch über den Steilhängen des Sajna-Ufers (Zaine) entwickelt, einem kleinen Fluss, der in nordwestlicher Richtung an der Stadt vorbeifliesst. 1772 war Rößel grösser als Allenstein.

Man erkennt trotz des grossen Brandes im Jahre 1806 auch heute noch die rechtwinklige Anlage des alten Stadtkernes mit seinem zentralen Rathaus aus dem Jahre 1815. Imposant wird die Stadt überragt von der alten Backsteinkirche  St. Peter und Paul mit ihrer reich gegliederten Ostfassade

Das ehemalige Burg des Deutschen Ordens beinhaltet heute einige Museumsräume und ein Restaurant, sowie einen Ausstellungsraum. 1925 hatte Rössel etwa 4500 Einwohner, die zumeist in Industrie und Handwerk beschäftigt waren.

Der grosse Friedhof der Stadt weist kaum noch Gräber der ehemalig deutsch sprechenden Einwohner auf. Von der Stadt aus gelangt man über eine Allee mit kleinen Gebetskapellen in den nahegelegenen Wallfahrtsort Heiligelinde, der unmittelbar hinter dem ehemaligen Ermland schon im Preussischen lag.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Rößel mit dem südlichen Ostpreussen unter polnische Verwaltung und wurde in Reszel umbenannt. Die Stadt war von 1945 bis 1975 Sitz eines eigenen Kreises. 1948 hatte sie 2135 Einwohner. Danach war Reszel vorübergehend Stadtgemeinde in der Woiwodschaft Allenstein und ist seit 1999 wieder Kreissitz (Powiat).  Die Stadt hat heute etwa 5000 Einwohner, etwa 250 gehören dem Verband der deutschen Minderheit an.

 

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